Mittwoch, 5. November 2008

The next President of the United States of America

Barrack Obama wurde heute Nacht mit großer Mehrheit (zumindest was die Wahlmänner angeht) zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Und das ist gut so.

Um ehrlich zu sein: Ich würde nicht behaupten, ein Experte für US-Politik zu sein. Ich habe mir zwar die Duelle von McCain und Obama im Fernsehen angesehen, aber ich würde dennoch nicht behaupten, wirklich gut über deren Wahlkampfprogramme Bescheid zu wissen, mal ganz abgesehen davon, dass ich so überhaupt nicht beurteilen kann, wieviel aus den Programmen sich wirklich umsetzen lässt.

Was aber klar ist, ist das Gefühl das nun in Amerika herrscht ein mehr als gutes ist. Obama hat besser bei der weissen Bevölkerung abgeschnitten als zum Beispiel Al Gore. Er hat von dieser Bevölkerungsgruppe genausoviel Stimmen erhalten wie Bill Clinton bei seiner Wiederwahl 1996. Er hat zwei drittel aller latein-amerikanischen Wählerstimmen erhalten. Er hat bei der asiatisch stämmigen Bevölkerung deutlich gewonnen, er hat natürlich eine fast absolute Mehrheit bei den afroamerikanischen Wählern bekommen. Er hat sie alle vereinigt.

Überall in den Städten kam es heute Nacht zu spontanen Menschenaufläufen die gefeiert haben. Laut diverser CNN Reporter etwas, an das sie sich so nicht erinnern konnten. Kurzum: Die Stimmung in Amerika scheint heute und hoffentlich auch in den nächsten Wochen und Monaten hervorragend zu sein.

Aber nicht nur da: Ich habe Feiern gesehen in Berlin, in London, in Frankreich und in Polen. Überall waren Menschen mit US-Flaggen in den Strassen zu sehen. Erinnern wir uns, an die letzten Amtsreisen von George W. Bush zurück. Dort waren US-Flaggen wenn überhaupt dann brennend zu sehen. Die Welt, die sich der Führungsrolle die die USA nun mal haben, voll bewusst ist scheint sich heute zu freuen. Überall haben Menschen das Gefühl, dass nun ein Wechsel ansteht. Und das ist gut.

Wie gesagt, das alles hat nichts mit realer Politik zu tun. Über Nacht hat sich weder die Welt noch die USA geändert. Aber das Gefühl hat sich geändert. Und Gefühle und Stimmungen sind wichtig. Insofern hoffe ich, dass die Welt noch eine Weile länger denkt "Yes, we can!"

Wer heute Nacht friedlich im Bett lag, der kann sich hier nochmal die 18 Minuten lange, sehr emotionale Siegesrede von Sen. Barack Obama anschauen:


Teil 1


Teil 2

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