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Freitag, 3. Oktober 2008

Ich bin skeptisch

Prinzipiell bin ich ja ein fortschrittsliebender Mensch und in gewisser Weise wie ein Kind, wenn es um neues elektronisches Spielzeug geht.

Bei der neuesten Kreation des Erfinders Casey Jones bin ich dann aber doch sehr skeptisch. Es handelt sich um den links abgebildeten "Ultrasound Wine Ager". Mit diesem Gerät soll Wein nach einer halbstündigen Behandlung bei der Alkoholmolleküle zur Kollision gebracht werden, schmecken wie nach einem jahrzehnte langen Reifungsprozess. Das Gerät soll bei jedem alkoholischen Getränk funktionieren, bei dem das Atern einen geschmacklichen Vorzug bringt, so lässt der Erfinder verlauten: "Even a bottle of paintstripper whisky can taste like an 8-year-aged single malt.".

Wie gesagt, ich bin skeptisch...

Montag, 7. April 2008

Drei kleine (günstige) Italiener

In den letzten Wochen habe ich einmal einen kleinen Themenschwerpunkt Italien bei meinem Weinngenuss gesetzt.

Den Anfang macht der unten abgebildete Soave des Weinguts Pasqua aus dem Jahre 2006.



Dieser Wein hatte einen sehr schlechten Start bei mir. Direkt nach dem Öffnen der Flasche stieg mir ein stark schwefliger Geruch in die Nase. Diese Schwefelnote dominierte auch den Geschmack am ersten Tag, trotz langer Zeit im Glas. Am zweiten und dritten Tag (ich hatte die Flasche die erste Nacht lang offen stehen gelassen) war diese schweflige Geschmack jedoch verflogen. An diesen Tagen konnte ich einen angenehmen Wein trinken. Mineralische und fruchtige Geschmacksnoten kombinierten sich zu einem wirklich schmackhaften Ganzen. Für den Wein den ich am 2. und 3. Tag im Glas hatte, sind die 3 Euro für die Flasche durchaus in Ordnung, für den ersten nicht. Da ich einen Wein aber auch schon am ersten Tag geniessen möchte, werde ich mir diesen Soave wohl kein zweites mal kaufen.


Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 5.0
Preis: ca. 3,00 Euro.

Der zweite Wein entpuppte sich als ein wahrer Preis / Leistungs-Hit. Es handelt sich um den Wein unten links im Bild. Ein Valpolicella vom Weingut Cellio aus dem Jahre 2005. Ein Wein der mich vom ersten Schluck an überrascht hat. Bei einem Wein für drei Euro hatte ich ein so runden, so fruchtigen Geschmack nicht erwartet. Dem Wein mangelt es zwar an feiner Säure und mehreren Geschmacksdimensionen, dennoch ist er ein sehr guter Alltagswein den ich wohl in Zukunft öfter kaufen werde.

Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 8.7
Preis: ca. 3,00 Euro


Der Wein unten rechts, ein Chianti vom Weingut Sovrano wird von mir sehr niedrig bewertet. Geschmacklich war der Wein durchaus ansprechend, allerdings habe ich drei Abende lang diesen Wein getrunken und hatte an jedem morgen leichte Kopfschmerzen. Da mir keine andere Erklärung für die Kopfschmerzen einfällt, als dieser Wein, schiebe ich ihm die Schuld in die Schuhe.

Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 0.9
Preis: ca. 5,00 Euro

Freitag, 28. März 2008

Ein solider guter Bordeaux


Die letzten Abende begleitete mich der Grand Vin des Château Chenu-Lafitte aus dem Jahr 2004. Ein absoult tadelloser Bordeaux Rotwein der so schmeckt, wie man sich einen vier Jahre alten Bordeaux vorstellt. Ein starkes Tannin-Gerüst, ein langer Abgang und eine leichte Fruchtnote sind die Hauptmermale dieses Weins, den ich neu im örtlichen Combiregal hab stehen sehen.

Wer diesen durchaus empfehlenswerten Wein einmal selbst verkosten will, dem rate ich dringend, ihm eine halbe Stunde bis Stunde in der Karaffe zu gönnen. Es zahlt sich wirklich aus !

Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 8.9
Preis: ca. 5,50 Euro.

Donnerstag, 20. März 2008

Drei Weine

In der letzten Zeit habe ich drei Weine verkostet, die ich noch nicht besprochen habe. Das hole ich hiermit nun nach.


Den Anfang macht der oben abgebildete Dornfelder vom Weingut Russbach aus dem Jahr 2006. Es handelt sich um einen absolut solilden Dornfelder. Weiche Tannine, ein runder Abgang ein vertraut wirkender Geschmack mit ganz leichten, fruchtigen Anklängen, so gut wie keine Säure. Ein guter, wenn auch unspektakulärer Wein.

Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 8.5
Preis: ca. 7-9 Euro



Als nächstes widme ich mich dem Shiraz (Syrah) von Lindemans aus dem Jahr 2007 der links auf dem oben stehenden Bild zu sehen ist. Er war genau wie der Madeira rechts ein Gastgeschenk. Leider war der Madeira schon hinüber, so dass er hier nicht besprochen werden kann.

Der Shiraz (Syrah) aus Süd-Australien ist ein absolut weicher Wein. Er hat so gut wie keine Säure und einen sehr kurzen Abgang. Er ist sehr harmonisch, sehr süffig, dafür aber recht eindimensional im Geschmack. Wenn ich ihn in möglicht wenig Worten beschreiben sollte, so würde ich sagen: Er ist äußerst postiv langweilig. Ein Wein, der wunderbar geeignet ist, um ihn nebenbei zu trinken.

Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 8.4
Preis: ca. 7 Euro



Zu guter letzt ein Cabernet Sauvignon von Golden Kaan aus Südafrika aus dem Jahr 2005. Ein Wein bei dem die Geschmackbeschreibung auf dem Etikett einmal mehr als zutrifft. Oft wird auf dem Etikett der Geschmack des Weins mit Ausdrücken wie Vanille oder Tabak oder Schokolade beschrieben, die ich selten herausschmecke oder nur leicht. Bei diesem Wein heisst es, er würde nach Kirsche schmecken. Und das tut er auch ! Nicht nach diesen ebenmässigen, strahlenden knackigen aber geschmacklich einfachen Kirschen sondern nach diesen mit ein paar Dellen, die tiefdunklen die leicht matschigen die dafür richtig intensiv schmecken... Dafür hat er halt nur diese Richtung im Geschmack, aber mehr kann man für 5 Euro wohl auch nicht verlangen. Wer einen wirklich netten Wein in dieser Preisregion sucht der auch noch in vielen Supermärkten Deutschlands im Regal steht, dem sei dieser Wein auf jeden fall wärmstens empfohlen.

Tip: Dekantieren (je nach glas 10 -20 minuten, am besten, aber aufwändiger, wäre eine halbe stunde in der Karaffe) tun diesem Wein wirklich gut !

Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 8.8
Preis: ca. 5 Euro

Donnerstag, 13. März 2008

Der Combi Wein des Montas März 2008

Da ich sehr oft im Combi einkaufe habe ich mich dazu entschlossen, jeden Monat den Combi Wein des Monats zu probieren und ihn hier zu besprechen. Nach dem ersten Versuch bin ich mir allerdings noch nicht sicher, ob ich das wirklich weiter verfolgen werde.

Hier nun der Combi Wein des Monats März 2008:

Ein Schwarzriesling aus der Lage Becksteiner Tauberklinge in Baden.

Vorweg: Dies ist der erste Wein überhaupt, den ich nicht ausgetrunken habe. Der halbe Flascheninhalt ist das Spühlbecken hinuntergegangen...

Nichts aber auch wirklich nichts an diesem Wein ist positiv zu bewerten: Er riecht und schmeckt deutlich schweflig, kommt mit einer aufgesetzten, unpassenden Säure daher, "besticht" durch einen unschönen Abgang und hat einen künstlichen, nichtmal an Frucht erinnernden Primärgeschmack.

Für den "Angebotspreis" von 4,44 € ist das schon eine wirkliche Unverschämtheit. Da sollte man beim Combi lieber zum Kaya greifen.

Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 1,5
Preis: 4,44 €

PS: Wahrscheinlich unnötig zu erwähnen, aber dieser Wein ist zur Zeit auf dem letzten Platz der CSZ Weinliste.


Dienstag, 11. März 2008

Eine (leider teure) Perle

ist die folgende Flasche Wein, die ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe:


Der Mont Du Toit 2003 ist eine Cuvée aus:
Er stammt aus dem Anbaugebiet Paarl in Südafrika, was übersetzt soviel bedeutet wie "Perle". Und wie schon gesagt, eben das ist dieser Wein auch. Perfekt harmonisieren Säure und Tannine, eine klare Fruchtnote, ein herrlich intensiver und langer Abgang; Kurz ein Wein um sich darin zu verlieren. Allerdings muss man Freund von trockenen Rotweinen sein, um diesen Wein schätzen zu können. Mag man lieber stark fruchtbetonte Weine, dann ist dieser Wein wohl zu wuchtig, zu massiv.

Der einzige Nachteil dieses Weins ist der Preis: Meine ersten Treffer im Internet kamen jeweils auf einen Flaschenpreis von ca. 21 Euro. Der Freund von mir, der mir diese Flasche geschenkt hat, meinte zwar, dass er sie in einem Laden in Oldenburg deutlich günstiger erworben hätte, ich weiß aber nicht, wieviel günstiger genau und ob das vielleicht ein Aktionspreis oder ähnliches war.

Anzumerken bliebe noch, dass ich erst nach dem Öffnen und Probieren dieser Flasche im Internet nach diesem Wein recherchiert habe und ich erst danach erfahren habe, dass dieser Wein seine optimale Trinkreife erst im Jahr 2010 hat. Unter Umständen kann dieser Wein also noch deutlich besser werden, als er es jetzt schon ist und dabei ist er, zur Zeit des Verfassens dieses Eintrags, die Nummer 1 der CSZ-Weinliste.


Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 14,1
Preis: ca 21,00 €

Donnerstag, 6. März 2008

Als eine Fruchtbombe...

entpuppte sich dieser Chianti vom Weingut del Trebbio aus der Toskana. Er besteht zu 95% aus Sangiovese und zu 5% aus Canaiolo. Wie der Titel dieses Eintrages schon vermuten lässt, dominieren klar fruchtige Noten den Geschmack. Dieser Wein ist auf jeden Fall eine Empfehlung für Menschen, die nur selten trockene Rotweine mögen. Der fruchtige Geschmack wird durch einen recht kurzen, dafür aber überraschend weichen Abgang nochmal unterstützt. Ein wirklich leckerer Wein.



Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 10.6
Preis: ca. 6.50 €

Mein erster 90 PP Wein

Die oben abgebildete Flasche ist sie also, meine erste Flasche 90 Parker Punkte Wein. Ein 2004er Cuvee aus der Region Montsant. Von diesem Wein habe ich mir vor einigen Wochen einmal 3 Flaschen gekauft, um mir mal etwas zu gönnen und weil es mich interessiert hat, ob ein solcher Wein (mir) wirklich besser schmeckt, als ein günstigerer Wein. Und leider musste ich feststellen: Er tut es !

Dieser Wein ist wunderbar vielseitig im Geschmack, hat keinerlei Unebenheiten und einen herrlich langen Abgang. Ein wahres Schmuckstück also. Leider habe ich schon zwei der drei Flaschen geleert, und die Quelle, von der ich diesen Wein bezogen habe, hat ihn nicht mehr im Angebot. Naja, noch sind ja einige Geburtstags-Weine da...

Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 13,5
Preis: ca. 11,50 €

Dienstag, 19. Februar 2008

Bekannt aus Film und Fernsehen

Sind diese drei Weine die ich als quasi Konzept zusammen vorstellen möchte. Es handelt sich um drei Weine, die allesamt schonmal in Fernsehwerbungen zu sehen waren und die sich insbesondere dadurch auszeichnen, dass mann sie in fast jedem Supermarkt und im Falle von Viala sogar in fast jeder Tankstelle kaufen kann.

Von links nach rechts: Viala rot und trocken: Ein italienischer Landwein der als eben solcher weder Jahrgang noch Traubensorte angeben darf. Der günstigste Wein im Test ist für knappe 3 Euro im heimischen Supermarkt und für knappe 4 in der heimischen Tankstelle zu bekommen. Er ist gerade noch so als Wein zu bezeichnen. Extrem süffiger Geschmack, so gut wie gar kein Abgang, eindimensionaler Geschmack. Mit anderen Worten: Langweilig. Aber er ist durchaus trinkbar. So habe ich die erste Hälfte der Flasche zu einer Roma - Annanas - Schafskäse-Pizza (wird wohl nur dem Barnstorfer etwas sagen) getrunken und das hat gepasst....

In der Mitte steht ein 2006er Shiraz (Syrah) von Blanchet. Dieser Wein war beim Weinabend mit meinem Freund ( siehe hier) die dritte geöffnete Flasche Wein. Da wir nebenbei noch den einen oder anderen Sherry getrunken habe, kann es durchaus sein, dass ich den Wein bei einer erneuten Verkostung anders bewerten würde... :) So aber sind mir die leichten Säurereste durchaus interessant vorgekommen. Sie sind zwar nicht filligran zu nennen, aber sie geben dem Wein durchaus etwas individuelles, dafür waren sowohl Frucht als auch Abgang nicht besonders ausgeprägt. Alles in allem kann man den Wein aber durchaus mal ausprobieren. Feine Säuren sind bei Rotweinen in dieser Preislage sonst eher selten zu finden.

Rechts bildet dann 2005er Zinfandel aus dem Hause Gallo. Der Wein war samit weich im (kurzen) Abgang und fruchtig rund im Geschmack. Alles in allem ein recht leckerer Wein, wenn auch auf Grund eines eindimensionalen Geschmackes und eines recht kurzen Abgangs nicht unbedingt ein interessanter. Wer eigentlich keinen trockenen Rotwein mag bzw. nur selten mal einen könnte mit diesem Wein sein Freude haben...

Bewertungen:
Viala:
CSZ-Weinpunkte: 5,6
Preis: ca. 3 Euro

Blanchet:
CSZ-Weinpunkte 6,7
Preis: ca. 4 Euro

Gallo:
CSZ-Weinpunkte 8,0
Preis: ca. 5 Euro

Ein Gastgeschenk


War dieser Dornfelder vom Winzer Karl Pfaffmann aus dem Jahr 2006. Mitgebracht wurde er von einem Freund am letzten Donnerstag zu einem Wein- und Musikabend. Da er der erste verkostete Wein des Abends war, waren meine Sinne noch sehr scharf.

Es war ein durchaus wohlschmeckender, süffiger Wein. Im Geschmack bestach er durch eine mehrdimensionale Fruchtausprägung und samit weiche Tannine. Der Abgang fiel recht kurz aus. Alles in allem ein Wein der gut nebenbei getrunken werden kann. Lecker aber ohne wirklichen Tiefgang.

Der angegebene Preis ist ein Schätzwert, da mein Freund den Wein aus dem heimischen Weinkeller mitgebracht hat und sich nicht mehr sicher war, wie teuer er genau war.

CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 8,7
Preis: ca: 6-9 Euro.

Dienstag, 5. Februar 2008

Ein Wein zum Genießen

ist der links abgebildete Wein. Der Grand Vin des Weinguts Caruel aus dem Jahr 2003 aus der AOC Cotes de Bourg.

Ein voller, dunkler Rotwein mit beeindruckender Kraft. Er entfaltet einen fruchtigen Geschmack bei gleichzeitig ausgeprägter Struktur im Gaumen. Ein Wein der Leuten, die allgemein keine Fans von trockenem Rotwein sind, wohl nicht schmecken wird.

Es handelt sich bei diesem feinen Produkt um ein gut abgestimmtes Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Malbec.

Dieser Wein gehört zu der Sorte die ich mag, wenn ich in erster Linie Wein trinken möchte. Dazu schöne Musik oder ein gutes Buch oder ein wirklich gutes Gespräch, eines dieser Gespräche, bei denen es immer mal wieder zu längeren Pausen kommt, in denen jeder seinen Gedanken nachhängt und sich keiner durch das Schweigen unwohl fühlt, wenn ihr wisst was ich meine.


Auf jeden Fall eine Flasche, die ich Liebhabern trockener Rotweine wirklich ans Herzen legen kann und möchte. Zum Wohl !

Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 10,8
Preis: ca. 8,00 Euro

Montag, 4. Februar 2008

Wein aus Israel, dem Bergerac und Toro, Spontangärung und mehr - Die Februar Ausgabe der Weinwelt


Ich habe soeben die letzte Seite der Weinwelt 2 / 2008 gelesen. Ich habe mir von dieser Zeitschrift, genau wie von der Vinum , ein Probeabo bestellt um herauszufinden, wie mir die Zeitschrift gefällt. Die aktuelle Ausgabe der Weinwelt, die ich hier nun kurz besprechen möchte, ist also die erste Ausgabe, die ich je von einer Wein Zeitschrift gelesen habe.

Zum Inhalt: Neben den längeren Titelthemen, auf die ich gleich genauer eingehen werde, finden sich in der Zeitschrift viele kleinere Artikel oder kurze Randnotizen über aktuelles in der Welt des Weins sowie ein größerer Weinführer und eine Leserbriefe Rubrik.

Nun aber zu den längeren Themen. Den Anfang macht das Schwerpunktthema Württemberg. Man erfährt viel über die Geschichte des Weinbaus in Württemberg, deren Topwinzer und über die aufstrebende Jungwinzer im Bundesland. Außerdem finden sich Toplisten mit den besten Weissweinen und den besten Rotweinen aus der Region. Abgerundet wird das Thema mit einem quasi eigenständigen Artikel über die Renaissance des Lembergers in Württemberg in den letzten gut 10 Jahren. Alles in allem ein Artikel der mir Lust gemacht hat, mehr Wein aus Deutschland zu trinken... (wobei ich schon mal anmerken kann, dass ich nun auch mehr Lust habe, Wein aus Israel, Italien usw. zu trinken ;) )

Im Artikel "Wild Thing" wird erklärt, was Spontangärung eigentlich ist, und was für Unterschiede es in dem Bereich noch gibt (echte Spontangärung, beimpfte Spontangärung und kommerzialisierte Spontangärung sowie Mischformen davon), was diese Art der Gärung für den Wein bedeutet und warum einige Winzer heute wieder so gären. Außerdem werden sowohl Winzer zu Wort gelassen, die Spontangärung anwenden als auch solche, die das für Unsinn halten. Ein für mich sehr interessanter Artikel, da ich bisher noch nichts über das Thema Spontangärung wusste.

Das nächste größere Thema, gleichzeitig das Titelthema der Ausgabe, trägt den klangvollen Namen "Filmreif" und beschäftigt sich mit Weinen die von Prominenten hergestellt wurden, bzw. die auf Weingütern hergestellt werden, die sich im Besitz von eben jenen Stars und Sternchen befinden. Auch wenn sich in dieser Riege teilweise klangvolle Namen finden lassen, wie zum Beispiel Francis Ford Coppola, Gérad Depardieu, Bob Dylan oder Cliff Richard, so fand ich den Bericht doch recht uninteressant, aber ich gebe allgemein nicht viel darum was Prominente so tun und was nicht...

Spannender fand ich da schon die Kellermeister im Artikel über Bergerac. In den 6 Kurzportraits erfährt man das Wesentliche über die Ansichten zum Thema Wein und über die Produkte der Winzer. Machte mir Lust auf eine Begerac-Weintour.

Allerdings nur kurz. Denn direkt auf den folgenden Seiten bekam ich dann Lust einmal die Stadt und die Region Toro zu besuchen. Bis vor einigen Jahren stand die Region klar im Schatten von Ribera del Duero, aber seit Robert Parker in Toro einen 100 Punkte Wein ausgemacht hat, boomt sowohl die Stadt als auch die Umgebung. In dem Artikel erfährt man, wie es um den Wein in der Region steht und wie sich das Stadtbild gewandelt hat. Im Zusammenspiel mit den großartigen Fotografien hat mir das Lesen viel Freude bereitet.

Im nächsten Titelthema, Biblisches Terroir, geht es um das neue, hochgelobte Weinland Israel. Die Region des Mittelmeers gilt als die Wiege der Weinkultur. Zahlreiche Funde beweisen, wie wichtig der Wein hier bereits vor 2000 Jahren gewesen sein muss. Allerdings lag die Weinkultur unter dem Einfluss des Islams für mehr als 1000 Jahre brach, bis es vor ca. 25 Jahren schließlich wieder losging mit dem Wein aus Israel. Im Artikel erfährt man über die unterschiedlichen Weine, die aus Israel kommen. So hat Israel mit dem in Winter schneebedeckten Hermon, mit der Wüste Negev oder den Golanhöhen klimatisch sehr unterschiedliche Weinbauregionen aus denen allesamt sehr gute Weine kommen. Außerdem erfährt man, dass die Winzer im Land zur Zeit alle sehr aufgeregt sind, da durchgesickert ist, das Robert Parker diesen Monat zum ersten Mal seine Bewertung israelischen Weins veröffentlichen will. Man kann gespannt sein, ob oder wieviele 95+ Punkte Weine wohl dabei sein werden.
Nicht verschweigen möchte ich allerdings, dass ich wieder mal ein Beispiel für den Schwachsinn von Religionen geliefert bekommen habe. Der großteil des Weins ins Israel wird koscher hergestellt. Damit ein Wein koscher ist müssen folgende Regeln eingehalten werden: Ausschließlich jüdische Männer die den Sabbat halten dürfen mit dem Wein und allem Herstellungsequipment in Berührung kommen, es dürfen nur koschere Produkte zugefügt werden, in den ersten drei Jahren nach der Pflanzung der Reben darf kein Wein geerntet werden, zwischen den Weinreben darf nichts anderes angepflanzt werden, alle sieben Jahre ist ein Brachjahr zu halten, ein Prozent der Weinproduktion muss weggeschüttet werden. Einige dieser Regeln, mögen ja noch begründbar sein (zum Beispiel das Brachjahr oder dass erst drei Jahre nach der Pflanzung geerntet werden darf), dennoch halte ich das schonmal für Unsinn. Allerdings schränkt das die Qualität des Weins in keiner Weise ein (es begünstigt sie aber auch nicht), anders als bei der Steigerung des Unsinns, dem mevushal Wein. Das ist koscherer Wein der dann pasteurisiert wird. Folge des ganzen ist natürlich, dass der Wein ziemlich ungenießbar wird. """Sinn""" des ganzen: Der Wein bleibt koscher auch dann, wenn ein Nicht-Jude ihn aus der Flasche ins Glas eingießt. Bekloppt.

Neben diesen Leitartikeln gibt es noch einige 2-4 seitige Artikel, die sich unter anderem mit zwei jungen deutschen Winzern beschäftigen, mit der Region Asti, mit Weingläsern oder mit einer Experteneinschätzung für die Weine aus dem Jahr 2007.

Kurz zum letzten Beispiel: Die Weine 2007 werden in jeder Region der Welt gut bis sehr gut sein. Nur in einigen Regionen auch teuer. So wurde zum Beispiel in Italien die kleinste Erntemenge seit 60 Jahren eingefahren. 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Qualität der Ernte ist dafür hervorragend. Beide Faktoren führen natürlich fast zwangsläufig dazu, dass ein 2007er aus Italien teurer werden wird, als ein 2006er.

Alles in allem hat mir die Lektüre der Zeitung viel Spass gemacht. Auch wenn ich schnell gemerkt habe, dass der Wein Genuß durchaus ein teures "Hobby" werden könnte. Noch anmerken möchte ich, dass fast jeder Artikel von wirklich schönen Fotografien begleitet wird, was mir, ähnlich wie bei der Weinschule, die Lesepass noch vergrößert hat.


Freitag, 1. Februar 2008

Kleine Weinschule

Da ich ja erst vor kurzem angefangen habe, mich intensiver mit dem Thema Wein zu beschäftigen, habe ich mir ein Buch kaufen wollen, mit welchem ich mir eine Grundlage an Wissen über das Thema aneignen könnte. Nach einer kurzen Recherche bei Amazon habe ich mich dann schließlich für folgendes Buch entschieden:


Um es gleich vorweg zu nehmen: Mir hat das Buch wirklich über die Maßen gut gefallen. Es ist in einer sehr verständlichen Sprache geschrieben und mit vielen, teils wunderschönen, Bildern illustriert. Bei Büchern die ich bisher aus Wissenshunger gelesen habe, waren mir Bilder nie wichtig; Es gibt ja auch wenig Bilder die mathematische Zusammenhänge leichter verstehen lassen... ;) Aber bei diesem Buch waren die Bilder schon wichtig. Die Bilder zusammen mit der Beschreibung von guten Weinen haben bei mir ein Gefühl von Genuss hinterlassen und das auch wenn ich dabei gerade keinen Wein getrunken habe. Ich würde dieses Buch also alleine schon aus Gründen des Genusses einem jedem Wein Freund der, so wie ich, noch über kein Grundlagenwissen zum Thema Wein verfügt, ans Herz legen. Es sind, denke ich, gut investierte 15 Euro. Wer mich persönlich kennt, kann es sich natürlich auch gerne mal ausleihen.

Werfen wir nun also einen genaueren Blick auf den Inhalt. Das Buch besteht, neben einem Vorwort und einem Register, aus sieben Kapiteln, die ich im folgenden kurz vorstellen werde.

Allgemeinwissen: In diesem Kapitel erfährt man, warum es bisher trotz moderner technischer Möglichkeiten nicht möglich ist, einen guten, großen Wein künstlich herzustellen, welche Geschichte der Wein hat und schonmal einmal grob, was guten Wein ausmacht. Außerdem wird die Ordnung des Gesetzgebers in Bezug auf die Qualitätsstufen Tafelwein, Landwein und Qualitätswein erklärt und was die Unterschiede zwischen einem deutschen Qualitätswein, einem französischen AOC Wein und einem italienischen DOC bzw. DOCG Wein sind.

Rebenkunde: Dieses Kapitel dreht sich, wie der Name schon sagt, um die Rebe als solche. Wie sind die Pflanzen aufgebaut? Was sind zur Zeit die wichtigsten Sorten? Welche Inhaltsstoffe der Beere sind für den Geschmack des Weins verantwortlich und was unterscheidet Weiß- von Rotwein ? All diese Fragen werden gut verständlich erklärt. Zu guter Letzt erfährt man noch, was es genau mit Spätlese, Auslese, Trockenbeerenlese und Eisweinen auf sich hat.

Der Weinberg: Dieses Kapitel widmet sich der Frage, welchen Einfluss der Boden, oder in der Fachsprache, das Terroir auf den Wein hat und welche Arbeiten im Laufe des Jahres auf dem Weinberg zu erledigen sind. Zunächst werden die Bodenarten vorgestellt (Lehm, Ton, Kalk, usw.) und wie sie auf den Wein wirken. Anschließend erfährt man, welche Arbeiten zu welcher Zeit des Jahres verrichtet werden müssen und warum Winzer, die Spitzenweine erzeugen wollen mehr Arbeit haben, als solche denen ein Tafelwein genügt. Am Ende des Kapitels werden noch die drei wichtigsten Label für Ökologischen Weinbau vorgestellt und erklärt, was es bedeutet, wenn ein Wein ein solches Label tragen darf.

Der Keller: In diesem Kapitel erfährt man, was für Arbeiten nach der Lese noch im Weinkeller anstehen, welche Unterschiede es bei der Gärung von Weißwein, Rotwein und Schaumwein gibt und was das Reifen im Holzfass bewirkt. Außerdem erfährt man mit was für Tricks die Weinindustrie arbeitet, um das Naturprodukt Wein zu verändern. Am Ende des Kapitels werden noch verschiedene Arten von Weinen die anders hergestellt werden vorgestellt: Schaumwein bzw. Champagner, edelsüße Weine und Likörweine.

Die Weinbauländer: Es werden die wichtigsten Weinbauländer der Welt und Ihre speziellen Anbaugebiete vorgestellt. Außerdem erfährt man noch, welche Weine der Autor aus den jeweiligen Anbaugebieten besonders mag.

Praktisches Weinwissen: Wie der Name schon andeutet, geht es in diesem Kapitel nicht mehr um die Herstellung von Wein, sondern darum was man als Weintrinker tun muss um in den Genuss des perfekten Geschmacks zu kommen. Es wird die Frage beantwortet, welche Weine man lagern kann, welche man lagern sollte und vor allem auch wie und wo man das tun sollte. Man lernt was auf einem Etikett stehen muss und was das bedeutet, wie teuer ein guter Wein sein muss damit der Winzer davon leben kann und was die genaue Funktion des Korkens ist. Es werden verschiedene Arten von Flaschenöffnern vorgestellt, erklärt welchen Wein man bei welcher Temperatur trinken sollte und was der Sinn und Unsinn des Dekantierens ist. Außerdem wird noch beschrieben, welches Glas man zu welchem Wein verwenden sollte und wie man Fehler im Wein erkennen kann.

Weinpflege: Der Name dieses Kapitels ist wohl schlecht gewählt. Über die Pflege von Wein geht es hier in erster Linie nämlich nicht. Ich hätte das Kapitel wohl eher "Sonstiges" genannt. Man erfährt hier vom "Duftrad", wie ein Wein aus einer bestimmten Region schmecken "sollte", wie Nikotin, Koffein und anderes den Geschmack von Wein beeinflussen und, kürzer als knapp, welcher Wein zu welchem Essen passt. Außerdem enthält dieses Kapitel meinen Lieblingsabschnitt: "Weintrinker genießen nicht nur - sie tun auch was für ihre Gesundheit". :)

Anzumerken bleibt noch, dass es sich bei dem Buch halt um eine "kleine" Weinschule handelt. Auf knapp 140 Seiten können all die Themen des Buches natürlich nicht ausführlich behandelt werden, aber einen guten ersten Eindruck von der Komplexität des Themas Wein erhält man schon. Ich kann also nur nochmal wiederholen: Jeder, der gerne Wein trinkt aber noch wenig darüber weiß, wird wahrscheinlich seine Freude an diesem Buch haben.

Falls Ihr das Buch auch gelesen habt, würde ich mich über Kommentare dazu freuen!


Donnerstag, 31. Januar 2008

Auf Schatten folgt Licht

Nachdem der letzte von mir verkostete Wein eine derbe Enttäuschung war und sich auf dem bis dato letzten Platz meiner Weinliste wiederfand, habe ich gestern einen Wein aufgemacht, der es mir schwer machen wird meinen Plan in die Tat umzusetzen. Mein Plan sieht nämlich eigentlich vor, noch eine ganze Weile keinen Wein ein zweites mal zu kaufen (ausser wenn ich einen Wein als Mitbringsel kaufe, da nehme ich natürlich einen gut bewerteten) und das bedeutet, dass ich, wenn die Flasche in ein, zwei Tagen leer sein wird, lange Zeit keine weitere kaufen kann. Naja, wahrscheinlich profitiert eine meiner Rollenspielrunden davon... :)

Es handelt sich um diesen Wein:



Einen 2006er Spätburgunder von der Affentaler Winzergenossenschaft aus Baden. Wie aus dem ersten Abschnitt wohl schon deutlich geworden ist, handelt es sich um einen Wein, der mich begeistert hat. Er ist von heller, klarer roter Farbe und schmeckt fruchtig und voll ohne dabei "satt zu machen". Er hat bei 13 % Alkoholgehalt viel Kraft und ist dennoch filigran und leicht. Ein herrlicher Abgang mit fast schon als samtig weich zu bezeichnenden Tanninen beenden das Geschmackserlebniss.

Die fast komplett in schwarz gehaltene Flasche spricht mich zudem auch noch optisch stark an. Verschlossen ist sie übrigens mit einem Nomacorc™ Korken. Man kann über solche Korken bei Weinen die noch Lagern sollen (oder müssen) sicher streiten. Dieser Wein ist allerdings meiner Meinung nach schon fertig und kann schon heute absolut genossen werden. Daher halte ich diesen Korken für diesen Wein für eine hervorragende Wahl, da Korkschmecker so ausgeschlossen sind und es auch nicht zum Zerbröckeln des Korkens beim Öffnen der Flasche kommen kann.

Anzumerken bleibt noch, dass sich dieser Wein somit erstmal auf Platz 1 meiner Weinliste wiederfindet und das (leider) in beiden Punkten: Er ist der höchst bewertete Wein und der teuerste. Ich hoffe mal, dass sich das so nur bedingt fortsetzten wird.

Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 10,5
Preis: ca. 6,00 Euro

Mittwoch, 30. Januar 2008

Weinliste

Hier nun eine tabellarische Auflistung aller, bisher von mir getesteten Weine. Die Liste ist absteigend nach den vergebenen Punkten sortiert und wird ständig aktuell gehalten. Damit sich die Liste schnell finden lässt, ist sie links unter "Wichtige Einträge" eingetragen. Ein Klick auf den Link bei der Sorte führt zum Blogeintrag in welchem ich den jeweiligen Wein genauer besprochen habe.

Zur Zeit befinden sich 25 Weine in der Liste.

WeingutWeinSorteca. PreisPunkte
Mont Du Toit Mont Du Toit 2003er Cuvee 21.00 Euro14.1 CSZ-Weinpunkte
Lasendal Garnatxa 2004er Cuvee 11.50 Euro13.5 CSZ-Weinpunkte
Caruel Grand Vin 2003er Cuvee 8.00 Euro10.8 CSZ-Weinpunkte
del Trebbio --- 2006er Chianti 6.50 Euro10.6 CSZ-Weinpunkte
Affentaler Winzergenossenschaft Affentaler Spaetburgunder 6.00 Euro10.5 CSZ-Weinpunkte
Estables --- 1999er Gran Reserva 5.70 Euro9.0 CSZ-Weinpunkte
Chenu-Lafitte Grand Vin 2004er Cuvee 5.50 Euro8.9 CSZ-Weinpunkte
Golden Kaan --- 2005er Cabernet Sauvigon 5.00 Euro8.8 CSZ-Weinpunkte
Karl Pfaffmann --- 2006er Dornfelder 7.00 Euro8.7 CSZ-Weinpunkte
Cellio --- 2005er Valpolicella 3.00 Euro8.7 CSZ-Weinpunkte
Russbach --- 2006er Dornfelder 8.00 Euro8.5 CSZ-Weinpunkte
Lindemans --- 2007er Shiraz 7.00 Euro8.4 CSZ-Weinpunkte
Overhex Kaya 2006er Pinotage und Shiraz Cuvee 4.00 Euro8.2 CSZ-Weinpunkte
Francisco 'Pancho' Lavaque Quara 2005er Syrah 3.30 Euro8.2 CSZ-Weinpunkte
Rietberg --- 2005er Regent 5.00 Euro8.0 CSZ-Weinpunkte
Gallo --- 2005er Zindandel 5.00 Euro8.0 CSZ-Weinpunkte
Rietberg --- 2005er Dornfelder 5.00 Euro7.0 CSZ-Weinpunkte
Michael Schneieder --- 2005er Dornfelder 4.00 Euro7.0 CSZ-Weinpunkte
Blanchet --- 2006er Shiraz 4.00 Euro6.7 CSZ-Weinpunkte
Viala Viala Red Verschnitt 3.00 Euro5.6 CSZ-Weinpunkte
Pasqua --- 2006er Soave 3.00 Euro5.0 CSZ-Weinpunkte
Laffener --- 2007er Samtrot 3.50 Euro4.8 CSZ-Weinpunkte
Depuis --- 2006er Cabernet Sauvigon 3.80 Euro4.6 CSZ-Weinpunkte
Becksteiner Winzer EG --- 2006er Schwarzriesling 4.40 Euro1.5 CSZ-Weinpunkte
Sovrano --- Chianti 5.00 Euro0.9 CSZ-Weinpunkte


Dienstag, 29. Januar 2008

Eine Entäuschung...

war der Cabernet Sauvignon Reserve vom Weingut Depuis. Es handelt sich bei dem Wein und ein Vin de Pays d'Oc.

Der Wein besitzt nichtmal eine Spur von Finesse. Eine Wucht von Tanninen die sich brachial auf den Gaumen legen waren das auffälligste an ihm. Mehr Worte lohnen sich für diesen Wein auch nicht. Meine Empfehlung lautet: Meidet diesen Wein! Für den Preis gibt es besseres.

Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 4,6
Preis: ca. 3,80 Euro


The Key To Reserva

Als Werbegag von Freixnet entstand der 9 Minuten Kurzfilm "The Key To Reserva" in dem Martin Scorsese einen angeblichen Hitchcock Skript umsetzt. Da ich Scorsese Fan bin, will ich euch diesen "Kurzfilm" nicht vorenthalten:


Dienstag, 22. Januar 2008

Am Sonntag abend ...

kam der Paule zu Besuch. Grund genug eine Flasche Wein aufzumachen. Nach Wahl des Gastes wurde es dann ein Syrah aus Argentinien. Da ich gerade erst anfange meinen Wein Geschmack präziser zu entdecken, weiss ich nicht ob es an der Rebe liegt, oder ob es Zufall ist, aber viele der Eigenschaften des Kayas gelten auch bei diesem Wein. Er ist durchaus lecker aber halt auch sehr süffig. Ein weiterer Wein also, den ich durchaus nochmal kaufen würde, um ihn mal neben dem Spielen oder bei der Lektüre eines guten Buches zu trinken, zumal er recht günstig ist. Um einen Abend guter Musik und gutem Wein zu widmen würde ich dann aber doch zu anderen Weinen greifen.

Die CSZ-Weinpunkte für Quara: 8,2
Preis: ca. 3,30 Euro


Aus Südafrika ...

Kommt Kaya, der links abgebildete Wein. Ein Cuvée aus Pinotage und Shiraz (Syrah) aus Südafrika. Ein Wein der mir durchaus gefällt, auch wenn ich ihn ganz klar in die Kategorie süffig einordne. Mit süffig meine ich persönlich, dass der Wein durchaus lecker aber nicht interessant schmeckt. Hinzu kommt in der Regel ein eher kurz anhaltender Abgang, so wie auch bei diesem Wein.

Mit "nicht interessant" meine ich, dass der Wein wenig verschiedene Geschmäcker offenbart. Wenig Richtungen die mehrere Schlücke erfordern, um sie alle zu ergründen. Über keine vollmündigen Tannine verfügt.

Auch wenn das alles negativ klingt, so meine ich das nicht so. Es kommt halt darauf an, zu welchem Anlass der Wein getrunken werden soll. Als Wein zum nebenbei trinken ist der Kaya sehr gut geeignet. Ich denke zum Beispiel, dass ich bei meinem nächsten Rollenspielabend eine Flasche dieses Weins mitnehmen werde.

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch einen Teil des Etiketts zitieren:

"Kaya ist nicht nur der Name dieses Weins, sondern auch der unseres Geparden, welchen wir in die Obhut des Cheetah Outreaches in der Nähe von Stellenbosch gegeben haben. Ziel dieses Projektes ist die Sicherstellung des langfristigen Überlebens der Geparden und ihres Ökosystems. Wir unterstützen diese Initiative und halten das Terroir für Kaya in intakter Natur"

Die CSZ-Weinpunkte für diesen Wein: 8,2
Preis: ca. 4,00 Euro

Inwieweit der Hersteller dieses Weins das Cheetah Outreach wirklich unterstützt weiss ich nicht, dennoch möchte euch den Link zu diesem Projekt nicht vorenthalten:


Update: Ich kann nun die Unterstützung des Cheetah Outreaches durch den Hersteller dieses Weins bestätigen. Näheres dazu hier.

CSZ-Weinpunkte

Hier nun eine kleine Erklärung zu den CSZ-Weinpunkten. Zunächst sei mal auf die Skala eingegangen. Mit der bin ich noch nicht wirklich zufrieden. Es ist nun aber (zumindest erstmal) eine lineare, nach oben unbeschränkte Skala geworden. Damit ich später auch bei besseren Weinen differenzieren kann, ohne dass ich diese zu weit über den jetzigen Weinen einordnen muss, wird es wohl oder übel zu Punkten wie 13,4 oder vielleicht sogar 13,35 kommen. Solche Werte sind auch der Grund, warum ich mit der Skala noch nicht so wirklich zufrieden bin. Eine logarithmische Skala ist mir aber zu unintuitiv und eine nicht stetige Skala mag ich auch nicht. Für Ideen diesbezüglich in den Kommentaren wäre ich sehr dankbar.

Ansonsten sind die CSZ-Weinpunkte, wie der Name schon andeutet, eine sehr subjektive Sache. Ich bewerte im wesentlichen einfach wie mir der Wein gefällt. Dabei werden die folgenden drei Punkte zu Grunde gelegt:

  • Geschmack
  • Aussehen
  • Geruch

Wobei der Geschmack das absolut wichtigste und Geruch das unwichtigste ist. Andere Qualitäten des Weins, wie zum Beispiel dass er aus biologischer Landwirtschaft kommt oder das er in einer besonders schönen Flasche abgefüllt ist spielen für die CSZ-Weinpunkte keine Rolle. Solche Dinge werden sich aber wohl durchaus in den Weinbesprechungen wiederfinden.

Momentane Grenzen sind in etwa:
  • 0 Punkte := Nahezu unmittelbares Wiederausscheiden des Weines
  • 1-4 Punkte := Ungenießbarer Wein
  • 5-6 Punkte := Durchaus trinkbarer Wein
  • 7-9 Punkte := Gut trinkbarer Wein bis leckerer Wein
  • 10-13 Punkte := Solider, leckerer Wein. Kaufempfehlung.
  • 14-17 Punkte := Premium Wein, nichts für jeden Tag.

Sollten neue Grenzen dazukommen, oder sich Grenzen verschieben oder es zu anderen Änderungen bei den CSZ-Weinpunkten kommen, werde ich hier darüber informieren.