Dienstag, 14. Oktober 2008

Back from the Island !

Das war sie also, meine einwöchige Tour nach England. Gleich vorweg mal ein Fazit: Ich bin begeistert ! Sowohl die Landschaft um Hastings, unserem Domizil, als auch Hastings selber haben mich begeistert. Auch London hat mir extrem gut gefallen, und das obwohl ich eigentlich kein Freund von Großstädten bin... Ansonsten stimmt die alte Weisheit, England betreffend: "It's different!".

Nun aber zum Reisebericht. Am Samstag morgen um 3 Uhr nachts ging es auf dem Schulgelände Rheden los mit unserer Reise. Zunächst mal stand ein erstes Anschnuppern mit unserem Busfahrer, der Lehrerin aus Varrel und den 39 Schülerinnen und Schülern aus Rheden und Varrel auf dem Programm. Der erste Eindruck war dabei schonmal sehr gut. Dieser Eindruck hat sich auch während der gesamten Fahrt nicht geändert (gut einige Schüler haben kein rechtes Verständnis dafür gezeigt, dass wir ihnen ihre mp3-Player abgenommen haben, als sie das zweite mal mit Kopfhöhrern im Ohr über rote Ampeln gegangen sind und fast überfahren wurden, aber das ist in dem Alter wohl so...). Es war eine wirklich nette Gruppe.

Für das erste Highlight sorgte dann auch gleich eine Schülerin aus Rheden, die nach einer Pinkelpause im Gebüsch (die Raststädte kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze war in den frühen Morgenstunden noch geschlossen) den Bus mit den Worten betrat: "Mist ich habe beim Pinkeln eine Socke im Gebüsch verloren!"... Bis zum Schluss konnte nicht geklärt werden, wie es zu diesem Verlust gekommen war... :)

Bis nach Calais verlief die Reis wie am Schnürchen, nicht ein Stau oder ähnliches auf der Fahrt... In Calais mussten wir dann noch ca. 2 Stunden warten, bis wir auf die Fähre fahren konnten, aber wir waren dennoch gut im Plan.

Die Überfahrt war angenehm ruhig, leider war das Wetter jedoch recht grau und regnerisch, so dass wir das Zufahren auf die "White Cliffs of Dover" nicht richtig genießen konnten. Zum Glück sollte das auf der Rückreise anders sein. Von Dover aus sind wir dann, da wir noch sehr viel Zeit hatten, bis wir uns um 18 Uhr mit unseren Gastfamilien in Hastings treffen sollten, machten wir einen ersten Ausflug nach Rye.

Rye ist eine wunderschöne englische Kleinstadt mit vielen alten Gebäuden und kleinen Geschäften. Leider hat es immer wieder geregnet so dass die Bilder nur bedingt wirken konnten. In Rye habe ich dann auch meinen ersten, englischen Tee getrunken und zwar mit Crumpets. Ich liebe diese Dinger ! Leider habe ich in Deutschland noch keine Bezugsquelle dafür gefunden und die aus England mitgebrachten Crumpets habe ich schon an meine Familie verfüttert...

Pünktlich um 18 Uhr haben wir dann Hastings erreicht, wo unsere Gruppe in strömendem Regen von Ihren Gastfamilien abgeholt wurden. Auch für die beiden Lehrerinnen und mich ging es zum ersten mal zu unserer Gastfamilie... Jacky und Clive stellten sich sofort als sehr nette, aber auch sehr, sehr mitteilungsbedürftige Menschen heraus. Während unseres Aufenthalts haben wir sehr viele Geschichten aus Ihrem Leben und von Ihrer Familie gehört ohne dabei viel mehr als ein paar Sätze von uns erzählen zu können. Aber wie gesagt, es sind schon zwei sehr liebe Menschen.

Hier ein paar Impressionen aus unserem Gastquartier:

Mein Zimmer, sehr klein wie man sieht (die Tür ging nicht weiter auf)...
Das Zimmer der Lehrerinnen...

Die Raucherlounge. Im ganzen Haus war Rauchverbot.
Das Haus von vorne.
Blick aus dem Speisezimmer.

Am Sonntag, unserem ersten vollen England Tag hatten wir dann das, was man sich als Deutscher unter englischem Wetter vorstellt (was aber laut Jacky und Clive nur ein Klischee ist) : Horizontaler Regen... Ich kann mich wirklich nicht erinnern in Deutschland jemals so eine Kombination aus Regen und Sturm erlebt zu haben... Als wir von unserem Besuch der Schmugglerhöhlen zum Einkaufszentrum gegangen sind wurden wir nicht nur völlig durchnässt, nein einige haben sogar kleine blaue Flecken von den Regentropfen bekommen... Zum Glück sollte das der einzige Tag mit solchem Wetter bleiben.

Nach einem Besuch des örtlichen (langweiligen) Einkaufszentrum sind wir dann erstmal wieder zu unserer Gastfamilie gegangen um uns Aufzuwärmen. Abends war das Wetter zum Glück schon besser, so dass wir die ersten 4 Pubs ausprobieren konnten (natürlich nur die Lehrerinnen, der Busfahrer und ich - unsere Schüler waren alle unter 18 und haben nirgends Alkohol bekommen). Hastings hat übrigens 50 Pubs, die meisten davon sind wohl voll, wenn 20 Leute da sind, dafür haben sie alle einen unglaublichen Charme. Ich mag solche kleinen urigen Pubs sehr, sehr gerne. Und teuer waren sie eigentlich auch nicht. Zumindest nicht das jeweilige Hausbier, da gab es die Halfpint für 1,30 Pfund also ca 1,70 Euro...

Der zweite Tag war dann der erste, lange London Tag. Losgefahren ist der Bus um 8 Uhr in Hasting, wieder nach Hause gekommen sind wir gegen 22 Uhr. Der Bus hat in Greenwich geparkt, wo wir zunächst durch den Park zur Meridian Line gegangen sind und die Standart-Touristen Fotos mit einem Fuß auf der Ost- und einem auf der Westhalbkugel gemacht haben:

Christoph und der Nullmeridian

Anschließend ging es dann mit dem Boot auf der Themse nach London rein:

Die Towerbridge

Das London Eye

Das Wetter an diesem Tag war wunderbar sonnig so dass wir den "Flug" mit dem London Eye wirklich genießen konnten:

Der Big Ben
Skyline von London
Eine Gondel des Lonon Eye

Anschließend haben wir dann noch Westminster Abey, den St. James Park und den Buckingham Palace per pedes erkundigt. Danach haben wir U-Bahn Karten besorgt und den Schülern (und uns) zwei Stunden Freizeit gegeben. Abends ging es dann zu Madam Tussauds's. Ich fand den Besucht dort nicht soo spannend. Die Figuren sind zwar größtenteils extrem gut gemacht, aber letztenendes sind es dann halt doch nur Figuren von Prominenten...

Christoph mit Patrick Steward
Interessant war höchstens noch, dass die Figur bei der am meisten los war, mit der sich die meisten Leute ablichten lassen wollten Adolf Hitler war... Außer den deutschen Besuchern wollte scheinbar jeder ein Bild von sich mit dem "Führer" haben... Einige in freundschaftlicher Umarmung, andere wie sie ihn ins Gesicht schlagen oder in die .... treten...

Am dritten Tag sind wir dann nach Beachy Head gefahren und haben einen Spaziergang an den Klippen gemacht... Eine wirklich atemberaubende Landschaft:






Am vierten Tag stand dann wieder London auf dem Programm... Diesmal haben wir den Tower besichtigt, die St. Pauls Cathedral (leider nur von außen) und den Trafalgar Square. Anschließend gab es diesmal fast 5 Stunden Freizeit. In diese bin ich nochmal bei strahlendem Sonnenschein die Whitehall und die Downing Street entlang geschlendert, habe mir ein Sandwhich und einen Saft in den Food Halls von Harrods gekauft und mich eine Stunde einfach in ein Strassencafe gesetzt und das Flair genossen. Anschließend habe ich mich dann wieder mit den Lehrerinnen und dem Busfahrer in Chinatown zum Essen getroffen.

Der Tower
Harrods
Chinatown

Abends ging es dann in die Cottenham Towd Road zum "We Will Rock You" Musical. Als alter Queen Fan war das Musical wirklich ein großer Spass. Auch die Schüler waren durchweg begeistert ! Trotz des tollen Tages, war ich dann doch froh, abends in mein Bett fallen zu können. Wir waren immerhin von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts unterwegs...

Am letzten Tag haben wir dann nur noch kurz Bodium Castle und Canterbury besichtigt und letzte Besorgungen für die Rückfahrt gemacht.

Bodium Castle
Marktplatz von Canterbury
Kathedrale von Canterbury

Die Rückreise verlief dann auch sehr gut, wir konnten in Dover direkt auf die Fähre durchfahren und hatten bei strahlendem Sonnenschein eine wunderbare Aussicht auf die "White Cliffs of Dover". Gegen 23 Uhr sind wir dann wieder in Rheden angekommen, ich für meinen Teil erschöpft aber glücklich.

Ich werde auf jeden Fall noch mal England und auch London besuchen. Wer mit will kann sich ja melden... ;)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

*meld*